Oberbürgermeisterin begleitet Brandenburger Delegation bei Reise nach Ra´anana

13:43 09.02.2010 von Niels Haberlandt

Im Rahmen eines Sportjugendaustauschprogramms reisen vom 28.03. bis 11.04.2010 wieder Schüler des Brandenburger von Saldern-Gymnasiums nach Israel. Zur 17-köpfigen Delegation aus Brandenburg an der Havel gesellt sich auch Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann, die die Jugendlichen für vier Tage nach Ra´anana begleitet. „Ich finde den intensiven und direkten Kontakt zwischen den Jugendlichen unserer beiden Städte sehr wichtig. Er trägt dazu bei, eventuell noch vorhandene Vorurteile abzubauen und hilft, Wissenslücken zu beseitigen. Das Kennenlernen der Lebensumstände, kulturellen Besonderheiten und historischen Zusammenhänge führt zu mehr Verständnis und gegenseitiger Achtung. Ich habe mir in den vergangenen Jahren immer Zeit genommen, um die in Brandenburg an der Havel weilenden israelischen Jugendlichen zu empfangen, ihre Fragen zur Vergangenheit und Gegenwart unserer Stadt zu beantworten und mit ihnen über aktuelle Themen zu diskutieren. Deshalb freue ich mich jetzt darauf, diesen Dialog vor Ort in Israel fortsetzen zu können und auch meinen Amtskollegen in Ra´anana zu treffen.“ fasst das Brandenburger Stadtoberhaupt ihre Erwartungen an die Reise zusammen.

 

Bei der Visite in Ra´anana werden außerdem Projektkoordinator Niels Haberlandt, Jugendsekretär Robert Busch und sein Stellvertreter Andy Papke von der Brandenburgischen Sportjugend im Landessportbund e.V. (BSJ) mit dabei sein. Besucht werden solche bekannten Orte, wie Jerusalem, Nazareth, Tiberias und Tel Aviv. Darüber hinaus stehen die Negev Wüste, zwei Tage Eilat, das Tote Meer und Massada auf dem Besuchsprogramm der Jugendgruppe.

Bereits seit Anfang der 1990-er Jahre bestehen Kontakte zwischen der BSJ und Ra´anana in Israel. Nachdem der Jugendaustausch während der zweiten Intifada im Jahr 2000 ausgesetzt und erst fünf Jahre später wieder aufgenommen wurde, gibt es seit 2005 jährlich jeweils einen Besuch von Brandenburger Jugendlichen in Ra´anana und einen Gegenbesuch junger Israelis in Brandenburg an der Havel.

 

Partnerinstitutionen bei diesem Austauschprogramm sind Hapoel Ra´anana und die Brandenburgische Sportjugend im Landessportbund e.V.. Vor Ort in Brandenburg an der Havel wird der Aufenthalt der israelischen Gäste von der Stadtsportjugend Brandenburg und vom Verein „Ra´anana e.V.“ organisiert.

Insgesamt sind seit 2005 im Rahmen dieses Austauschprogramms etwa 100 junge Brandenburgerinnen und Brandenburger nach Israel gereist. Im vergangenen Jahr waren 27 Jugendliche aus der Havelstadt in Ra´anana, zu Gast in Brandenburg an der Havel waren 35 Israelis.

 

Laut Projektkoordinator Niels Haberlandt steht die sportliche Begegnungsarbeit im Mittelpunkt dieses Jugendaustauschprogramms. „Es geht aber auch darum, andere Kulturkreise kennen zu lernen, Verständnis für die unterschiedlichen Religionen zu bekommen und natürlich einander freundschaftlich zu begegnen.“ Bemerkenswert sei, so Haberlandt weiter, dass die Jugendlichen während ihres Aufenthaltes sowohl in Deutschland als auch in Israel in Gastfamilien leben. „Das ist keine Selbstverständlichkeit. Genau so wenig, wie die Beteiligung der Aviv High School in Ra´anana und des von Saldern-Gymnasiums in Brandenburg an der Havel an der Organisation dieses Jugendaustausches. Ohne diese Institutionen wären die informativen und abwechslungsreichen Besuchsprogramme kaum realisierbar.“

 

Finanziert wird der Austausch aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes.

 

Ra´anana liegt etwa 20 Minuten von Tel Aviv entfernt im Sharon Tal fast an der Mittelmeerküste. Die 75.000 Einwohner zählende Stadt kann mit Bramsche und Goslar auf zwei deutsche Städtepartnerschaften verweisen.

 

Der Verein „Ra´anana e.V.“ und die Stadtsportjugend realisieren noch weitere internationale Projekte mit England und Japan. Außerdem wird ein Projekt im Rahmen des europäischen Freiwilligendienstes im Sommer dieses Jahres begonnen.

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