Wiedersehen für Jugendliche in Israel

16:20 17.11.2009 von Niels Haberlandt

von Jenny Nobis

Nachdem im Juli dieses Jahres 20 israelische Jugendliche zu Gast  in der Havelstadt waren, fand nun vom 18. bis 31. Oktober 2009 der Gegenbesuch der  20 Brandenburgischen Jugendlichen und Fachkräften  in Israel statt.

Die Wiedersehensfreude war riesengroß, als die brandenburgische Reisegruppe nach ihrem Flug in den frühen Morgenstunden von ihren Gastfamilien und den Betreuern der Partnerorganisation Hapoel in Ra’anana nahe Tel Aviv in Empfang genommen wurde. Die vom Verein Ra’anana e.V. organisierte und durch die Stadt- und Landessportjugend unterstütze Bildungsreise sollte ein unvergessliches Erlebnis für die Teilnehmer und die Gruppenleiter Jenny Nobis und Felix Odebrett werden.
 
Die Jugendlichen, die sich schon in Vorbereitungsseminaren in Brandenburg an der Havel mit der Kultur und ihren eigenen Fragestellungen über das Land Israel auseinander setzten, besuchten auf ihrer Reise unter anderem die Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem, die Altstadt von Jerusalem und die Golanhöhen im Norden des Landes. Zu Verstehen, welche Kulturen und Völkergruppen in Israel und dessen Grenzen aufeinander treffen, welche Problematiken daraus resultieren und wie die dort lebenden Menschen damit umgehen, war das Hauptanliegen aller Teilnehmer. So unternahm die Gruppe auch einen Ausflug nach Shderot, einen Ort nahe des Gazastreifens, um sich vor Ort über die politische Lage zu informieren. „Der Tag brachte mir viele neue Einsichten, aber vor allem eine: dass Israel ein Land mit unzähligen Schwierigkeiten, Problemen und Konflikten ist, die alle kontrovers sind und keine einfachen Lösungen haben,“ so Teilnehmer Matthias Dold.
Der Besuch eines arabischen Dorfes mit Empfang durch den Bürgermeister und einer Diskussionsrunde mit einer Eliteklasse  gehörte ebenso zu den Höhepunkten. Der herzliche Empfang durch die Schüler und Lehrer und der muntere Austausch der deutschen und arabischen Jugendlichen zeigten, welche enorme Bedeutung interkulturellen Jugendaustauschen dieser Art zukommt, andere Kulturen kennen zu lernen, sie zu achten und ein demokratisches Wertesystem zu verfolgen.
Die Übernachtung und Wanderung in der Wüste Negev, das Baden im Toten Meer und die Strandbesuche am Mittelmeer konnten die gewachsene Liebe zum Land Israel nur noch stärken.

Aufgrund der Begeisterung der Teilnehmer und des großen Erfolges der Maßnahme, die aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) gefördert wird, sind auch im nächsten Jahr weitere Jugendbegegnungen mit dem Partner aus Israel geplant. In diesem Sinne „Shalom“. 

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