Brandenburger Fachkräfte international: China im Doppelpack

14:45 08.11.2010 von Niels Haberlandt

Brandenburgische Sportjugend unterzeichnet gleich zwei Kooperationsverträge in Fernost

Zehn Fachkräfte der Brandenburgischen Sportjugend (BSJ) reisten vom 25.10. bis 02.11.2010 nach Fernost in die Provinz Shanxi und in die Hauptstadt der Volksrepublik China Peking. Anlass war je ein Treffen mit den Jugendverbänden der beiden Regionen zum Aufbau bilateraler Partnerschaften für einen zukünftigen internationalen Jugendaustausch. Delegationsleiter Robert Busch (Jugendsekretär der BSJ) hatte eine Gruppe mit Vertretern der Sportjugenden Brandenburg an der Havel/Ra´anana e.V. und Cottbus, sowie Mitarbeitern und Vorstandsmitgliedern der BSJ zusammengestellt. Ebenfalls war eine Vertreterin des  Bildungszentrums Blossin mitgereist. Im Zuge der Reise wurden gleich zwei Kooperationsverträge mit den chinesischen Partnern für das Jahr 2011 und darüber hinaus abgeschlossen.
„Wir freuen uns außerordentlich über das erfolgreiche Ergebnis der knapp einwöchigen Reise. Die Sportjugend aus Brandenburg ist damit der erste Sportjugendlandesverband, der bilaterale Partnerschaften mit chinesischen Partnern im Jugendaustausch unterhält.“, erklärt Robert Busch zufrieden am Ende der Delegationsreise. „Wir sind bereits seit einigen Jahren an einem deutsch-chinesischen Sportjugend-Austausch interessiert. Eine tolle Sache für unsere Brandenburger-Jugendlichen.“
Die erste Station der Gruppe führte in die Stadt Taiyuan/Shanxi. Hier wurde neben der Besichtigung örtlicher Sehenswürdigkeiten und einiger Sportanlagen die Stadt Piyang besucht, die als „Wiege der chinesischen Kultur“ beschrieben wird. Mit dem Jugendverband Shanxi vereinbarte die BSJ Fachkräftetreffen in China und Deutschland im Jahr 2011, mit der späteren Option einen Jugendaustausch zu beginnen.
Anschließend stand die Olympiastadt von 2008 Peking auf dem Besuchsprogramm. Bei herzlichen Empfängen an den vielen Besuchsorten werden sicher die Aufenthalte in der verbotenen Stadt und in der Sportschule „SHI CHA HAI“, eine der erfolgreichsten Sportstätten des Landes, in positiver Erinnerung bleiben. Der Jugendverband Peking entsendet zunächst Fachkräfte nach Brandenburg, was dann bereits im Jahr 2011 mit einem Fachkräfteaustausch fortgesetzt wird. Auch im Bereich der Freiwilligenarbeit zeigten sich die Chinesen interessiert. Dieses Thema wird Gegenstand bei den kommenden Treffen sein.
Besondere Ehre: der Kooperationsvertrag mit dem Jugendverband Peking wurde in der offiziellen Organisationszentrale der olympischen Spiele direkt am Olympiapark durch den Vorsitzenden des Verbandes unterzeichnet.
Wir bedanken uns für die Unterstützung bei der Deutschen Sportjugend, der IJAB, sowie bei unseren Dolmetschern für die reibungslose Kommunikation während der Vorbereitung.
Die Fachkräftereise wurde gefördert aus Mitteln des Kinder- und Jugendplan (KJP) des Bundes.

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Kommentar von Klaus Haberlandt | 17.11.2010

Es ist nun schon ein paar Tage her, dass die Delegation der Brandenburger Sportjugend China besuchte und ich konnte, mit etwas Abstand, meine Eindrücke und Erlebnisse in China einordnen und verarbeiten.
Besondere Höhepunkte dieser Reise waren die Abschlüsse und die Unterzeichnung der Verträge über den Jugendaustausch zwischen der Shanxi Provinciel Youth Federation in Taiyuan. der Beijing Youth Federation und der Brandenburgischen Sportjugend. Die Unterzeichnung war jeweils mit einer bewegenden Zeremonie verbunden. Die chinesische und deutsche Seite ließen keinen Zweifel daran, dass dies der erste und entscheidende Schritt ist, den jungen Leuten das Leben in den beiden Ländern näher zu bringen.
Die chinesischen Verantwortlichen und ihre Mitarbeiter haben für uns ein Programm zusammengestellt, das alle meine Erwartungen übertraf. Die Betreuer und Dolmetscherinnen der chinesischen Youth Federation waren immer in unserem Umfeld und umsorgten uns in einer Weise, die ich selten erlebt habe.
Diese Reise nach Shanxi und Beijing war eine Reise mit überwältigenden Erlebnissen und großen Höhepunkten, die ich wohl niemals vergessen werde. Ich erfuhr viel über die bewegte Geschichte Chinas, das Leben der Chinesen und deren interessante Kultur. Ein ganz klein wenig durfte ich dies auch selbst erleben in dem alten Stadtteil Quixian mit seinen malerischen Geschäften, Häusern und engen Gassen. Es war eine ganz besondere Erfahrung im traditionellen Hotel zu übernachten und das landestypische Essen zu genießen. Ich möchte mich zum Abschluss bei den Mitarbeitern der Brandenburgischen Sportjugend bedanken, die es mir möglich machten, an dieser Reise in die Volksrepublik China teilzunehmen.
Klaus Haberlandt